Besuch im Wildpark Lüneburger Heide
Nindorf, Wildpark Lüneburger Heide: trotz der zahlreichen Mitglieder unserer NLC Landesgruppe Niedersachsen-Hamburg-Bremen folgten leider nur acht Mitglieder mit drei Neufundländern der Einladung zum gemeinsamen Ausflug. Am 16. Oktober um 12.00 Uhr sollte es in den Wildpark Lüneburger Heide in Nindorf-Hanstedt am Rande des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide gehen. Zwar war es an diesem Tag recht kalt, doch im Gegensatz zum schlechten Wetterbericht wurde die Witterung immer besser und die Sonne zeigte sich. Gerade für Hunde eignet sich dieser Tierpark hervorragend, da man mit den Hunden durch zwei Wildgehege laufen darf. Zunächst gab es ein gemeinsames Mittagessen mit guter Auswahl und akzeptablen Preisen. Im Restaurant trafen wir einen Neufundländer Welpen und andere Hunde, da heute auch eine Hundeschule im Tierpark unterwegs war. Nach dem Essen ging es vorbei am Streichelzoo zunächst zu den Wisenten und Poitou-Eseln. Vor dem ersten Wildgehege konnte man sich verschiedene Vogelstimmen über Lautsprecher anhören, die hoch oben in den Bäumen hingen. Einige von uns schlugen dann mit den Hunden einen anderen Weg ein, da die Rehe in dem Freigehege Kitze haben. Die übrigen Mitglieder nahmen den Weg durch das Damwild Freigehege und konnten mit Rehen auf „Tuchfühlung gehen“. Auf dem weiteren Weg trafen wir unter anderem auf Präriehunde, Alpakas und kamen zur Greifvogelzuchtanlage. Am beeindrucktesten waren Weißkopfseeadler und Condor. Wir kamen nun zu dem großen Elch Blockhaus, wobei sich dahinter die neue fertiggestellte Anlage der sibirischen Tiger befand. Davor leben in einem weiteren Gehege Elche. Von hier ging es zu dem zweiten Damwild Freigehege und diesmal durften die Neufundländer Cheyenne, Barney und Sam mit. Dabei machten Cheyenne und Sam ziemlich große Augen, als sie immer mehr von Rehen umringt waren. Dagegen versuchte Barney, der schon zweimal hier zu Besuch war, die Rehe näher kennen zu lernen. Dieser Einladung wären die Rehe jedoch nur mit einer Fressensgabe aus den entsprechenden Automaten gefolgt. Nach Verlassen des Freigeheges wurde es spannend, denn die Hunde begannen hoch in der Luft zu schnüffeln. Jedoch ohne lautes Bellen, wie beim Aufeinandertreffen mit den Schneeleoparden, sondern eher eine vorsichtige Prüfung der Lage. Wir waren bei den Wölfen angekommen. Doch lange hielt die Spannung nicht an und die Hunde warteten etwas erledigt von den übrigen Geruchseindrücken auf das, was noch kommen sollte. Als dann während der Vorführung und Fütterung der Wölfe das Fressen herangeschafft wurde, kam auch Bewegung in die wartenden Hunde. Doch leider war das Fressen nicht für sie bestimmt. Nach den sehr interessanten Ausführungen über Wölfe von Frau Tanja Askani ging es weiter zu dem Gehege mit Timberwölfen und Braun- und Kodiakbären. Hier hielten wir uns eine Weile auf, da die Wölfe gerade miteinander herumtobten. Gerade rechtzeitig kamen wir dann zur überwältigen Greifvogelshow um 16.00 Uhr an. Hier gab es für uns und unsere Hunde extra Plätze, damit Adler und Co. während der Vorführung nicht zu sehr abgelenkt sind. Man muss es selbst erlebt haben, wenn ein riesiger Weißkopfseeadler und dann ein noch mächtigerer Condor (Fügelspannweite bis zu 2,70 Meter) dicht über die Köpfe der Zuschauer fliegt. Außerdem flogen dann nicht nur Uhu, Schleiereule und Turmfalke über uns hinweg, sondern ein junger Pelikan zeigte sein Können. Nach der tollen Greifvogelvorführung ging es noch zum Kaffe Trinken zurück ins Restaurant. Hier mussten wir uns erst einmal aufwärmen, denn durch das Sitzen während der Falkner Vorführung war es uns doch recht kalt geworden. Neben leckerem Kuchen gab es auch sehr schön angerichteten Cappuccino und andere Heißgetränke. Um etwa 17.30 Uhr verließen die letzten Mitglieder den Park und werden den Besuch sicher in sehr angenehmer Erinnerung behalten. Bei mehr Teilnehmern hätten wir nicht nur einen Sonderpreis für das Mittagessen erhalten, sondern auch eine spezielle Vorführung mit den Wölfen.
Uwe Haesihus, Pressewart
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Da sich Hundehalter mit Hunden in Tierparks manchmal falsch verhalten, hier ein paar eigene Erfahrungen dazu. Mit diesen einfachen Verhaltensregeln wird man immer wieder gern gesehener Gast in Tierparks sein.
• vor dem Besuch des Tierparks sollte der Hund bereits einen Spaziergang gemacht haben und die Möglichkeiten zum Geschäft machen ausgiebig genutzt haben.
• nehmen Sie eigene Hundetüten mit in den Park. Diese gibt es bereits ab zwei Euro mit Haken für die Hundeleine in jedem Zoogeschäft. Es macht einfach einen besseren Eindruck und zeigt, dass die Tüten auch verwendet werden.
• nur angeleint mit den Hunden im Park und grundsätzlich keinen Kontakt zu fremden Hunden. Gerade für sozialisierte Neufundländer und Landseer gibt es hierfür zwar Ausnahmen, die auch wir problemlos genutzt haben. Doch gehen Sie dabei immer das Risiko von aggressiven Verhalten fremder Hunde ein. Anderen Parkbesuchern ohne Hund macht jede noch so harmlose Rauferei Angst.
• zwingen sie Ihren Hund nicht an die Gehege zu gehen und zwingen sie erst recht kein Zootier ihren Hund kennen zu lernen. Beide begegnen sich in ihrem Tieralltag sicher nicht! Für beide Seiten kann die Begegnung sicher belebend sein, wenn ein vorsichtiges Herantasten stattfindet. Ansonsten ziehen Sie ihren Hund bitte kommentarlos weiter.
• gehen Sie nur mit gesunden und geimpften Hunden in den Tierpark. Sie sollten es auch vermeiden läufige Hündinnen mitzunehmen. Die Rüden werden es Ihnen noch Tage später danken.
Uwe Haesihus, Pressewart